Shakta-Tantra kommt aus Indien und entwickelte sich im Kontext des Hinduismus und des Buddhismus, reicht aber mit seinen Wurzeln weit in die vorvedische Zeit zurück. Es entstand vermutlich in einer matriarchalen Stammeskultur, zentrales “Objekt” der Verehrung, und Gegenstand der Kultivierung – ist in dieser Tradition die Shakti (Energie allgemein, als Kundalini Shakti im Körper, der Göttin, als auch in ihrer konkreten Ausprägung in Gestalt der Frau). – Im Gegensatz zum Shivaismus, wo das männliche Prinzip im Fokus ist.

Das Ziel ist im Grunde – ganz einfach gesagt – ein glückliches und erfülltes Leben für Männer und Frauen. Wie auch im (Mahayana, bzw. Zen) – Buddhismus wird dieses Ziel durch “Einswerdung” erreicht. Der Unterschied liegt in den ausgeübten Praktiken. Also es geht um die Manifestation des Wissens, daß “Ich” nicht getrennt bin von allem anderen, sondern daß die ganze Welt “mein Körper” ist. Und diese Manifestation erfolgt in Körper, Seele, und Geist. Dieses Wissen, welches ineins Erlösung ist, wird (über kurz oder lang) den Menschen völlig durchdringen.

Somit gehört Shakta-Tantra zu der Advaita Vedanta (A-dvai, nicht-zwei) Traditionen im Hinduismus.

Es gibt einen englischen und einen deutschen Wikipedia Artikel zu “Shaktismus”, mit wissenswerten Informationen über seine Geschichte. Der deutsche Artikel hat sogar einen Abschnitt über Shakta-Tantra.

Es ist mein Anliegen, die wertvollen Schätze dieser Tradition an interessierte und motivierte Menschen weiterzugeben.